Monatsarchiv: November 2010

Gedanken zum Wintereintopf. Maggi.

Maggi ist die allseits bekannte Würzsoße in der braunen Flasche mit dem gelben Etikett, die so ziemlich jeder von uns aus Mutters Küche kennt.
Die meisten von uns verbinden auch genau das mit der Würze: Mamas Küche. Mal ganz abgesehen von den wenig wohlklingenden Zutaten wie Geschmäcksverstärker (Natriumglutamat, E631), Hefeextrakt, Säurungsmittel (Zitronensäure, Essigsäure), Weizen und Aroma, schmeckt der Eintopf wie von Zauberhand nach Mamas Eintopf, wenn nur ordentlich Maggi drin ist.

Die Würzsoße, die 1886 von Julius Maggi als preiswerter Ersatz für Fleischextrakt hergestellt wurde, hat dem Fleischextrakt und auch dem Fleisch den Rang abgelaufen. Rindfleischsuppe ohne Maggi? Das kommt doch heutzutage gar nicht mehr bei unseren abgestumpften Geschmacksnerven an. Die feinen Geschmacksnuancen sind mittlerweile so sehr durch die Lupe der Geschmacksverstärker vergrrößert worden, dass sie ohne diese für uns kaum noch wahrnehmbar wären.

Und ja, ich bekenne mich ebenfalls dazu: Rindfleischsuppe ist eben nicht Rindfleischsuppe, wenn sie nicht nach Maggi schmeckt.

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Lustig war das Studentenleben…

An Tagen wir heute sehne ich mich zurück. Zurück in mein Studentenleben und damit auch zurück in mein Bett. Was waren das noch für Zeiten, als man sich getrost morgens nochmal für ein Stündchen oder zwei ins Bett verkriechen konnte, wenn man sich nicht gerade für die ein oder andere Veranstaltung mit Anwesenheitspflicht amgemeldet hatte. Aber darüber hinaus habe ich die flexible Zeiteinteilung dort kennen und lieben gelernt. Nicht, dass ich zu dieser Zeit weniger Arbeit gehabt hätte, aber Home-Office ist manchmal echter Luxus.

Gerade jetzt in der winterlichen Murmeltierzeit wird man wach und es ist kalt und das kuschelige Bett übt eine unheimlich hohe Anziehungskraft aus. Ja selbst lernen kann man darin. Aber es nützt alles nichts, wenn man zum 8-Stunden-Arbeitstag in der Firma antreten muss…. Naja, immerhin gibts Kaffee.

Vielleicht hängt meine morgendliche Müdigkeit ja auch damit zusammen:


Joy to the world! Oder: Es schneit.

Offenbar gehöre ich zu der aussterbenden Spezies derer, die Schnee gut finden. Aber ja, ich finde Schnee super und habe mich heute morgen sehr sehr sehr darüber gefreut. Ein verschneiter Hinterhof ist auch wirklich ein schöner Anblick.
Zugegeben, stampft man dann dick einegmummelt auf Aachens Straßen umher, ist es vielleicht nicht mehr sooo schön mit der weißen Pracht. Denn dort ist sie an den wenigsten Stellen weiß. Genaugenommen handelt es sich da eher um fiesen Graumatsch, der sich gerne im Profil der warmen Stiefelchen festbeißt und sich in modischen Spritzern auf Wadenhöhe auf der Jenas absetzt. Hübsche Muster erzielt man auch, wenn man nach dem Marsch zur Arbeit die Stiefel unter dem Schreibtisch trocknen lässt und sich die braune Suppe galant über den frisch geputzen Laminatboden verteilt…

Deswegen:
Bleibt man im Winter besser nicht in größeren Städten mit zuvielen Autos. Besser, man sucht sich ein lauschiges Plätzchen in einem kleinen Vorort oder gleich im Hunsrück und lässt sich dort gemütlich einschneien. Dann wird auch die Joggingtour nicht zur Sumpfsafari und man kann engelsgleich über den weiß glitzernden Pulverschnee tänzeln.

Was hält uns an Weihnachten auch noch in der Stadt? Noch nichtmal weihnachtliche Musik auf dem Weihnachtsmarkt gibt es – und ohne die ist Weihnachten doch nur halb so schön, oder? Alles sind gegen einen stillen Weihnachtsmarkt. Dabei tut es auch nicht zur Sache, dass es dem einen noch gar nicht aufgefallen ist, wo hingegen der andere festhält, dass die Auswahl der Lieder bisher ja auch ganz schön nervig war. Und mal ehrlich, wie trostlos ist es denn, wenn der zufrieden beschwipste Arbeitnehmer, der sich nach Feierabend zwei bis sechs Glühwein genehmigt hat, ohne „Oh Tannebaum“ und „Stille Nacht“ nach hause entlassen wird?


Ohne Kohlenhydrate macht die Welt keinen Spaß

Wieso bekommt man genau dann Lust auf massig Kohlenhydrate, wenn man sie sich verkneifen sollte? Kämpfen in festgelegten Gewichtsklassen ist manchmal doof…

Diät macht keinen Spaß.
Und wenn es nicht darum geht, Pfunde zu verlieren, um seinem Idealgewicht näher zu kommen, sondern sich der BMI schon am unteren Rand des Normalgewichts befindet, dann wird die Umwelt nur ein Kopfschüttteln übrig haben…. bis man sich erklärt.

Als weibliche K-1-Kämpferin hat man es in Deutschland nicht so leicht, passende Gegnerinnen zu finden. Das bedeutet, man muss Kompromisse eingehen. Vielliecht doch eher nach MTBD-Regeln kämpfen als nach K-1-Regeln, oder sich eben ein paar Kampfklassen hoch oder runter futtern.
Wer sich jetzt denkt „rauf futtern – cool“ weit gefehlt. Denn mit viel Training ist es gar nicht so einfach, überhaupt etwas am aktuellen Gewicht zu ändern. Je nach Trainingspensum ist man sowieso schon den halben Tag damit beschäftigt, Kalorien nachzuschaufeln, wie soll man da noch zulegen? Höchstens über Muskelmasse – was für die sportliche Standardfrau ebenfalls gar nicht so einfach ist.
„Runter futtern“ noch weniger cool. Als Sportler ist man vor allem kohlenhydratreiche Nahrung gewohnt. In diesem Fall heißt es aber viel Eiweiß, wenig Kohlenhydrate. Und das macht einfach keinen Spaß. Man fühlt sich ein wenig wie die Kuh auf der Weide, denn neben Fleisch, Fisch und Milchprodukten gibt es Salat – viel Salat, um Magen und Hirn „satt“ vorzugaukeln. Und natürlich gerade dann ist die Lust auf Pizza, Pasta und Schokolade am größten. Das geliebte Guten-Morgen-Brötchen kann man sich auch schenken, zumindest an trainingsfreien Tagen. An Trainingstagen darfs dann auch mal eine Portion langkettiger Kohlenhydrate sein.

Wie gut, dass es nur um zwei Kilo in drei Wochen geht. Aber selbst das ist für eine Naschkatze wie mich schon gar nicht einfach. Memo an mich selbst: Keine Kämpfe direkt nach Weihnachten annehmen, sonst blüht mir noch über die Festtage kohlenhydratarmes Essen.

Aber was tut man nicht alles, um nach etlichen Trainingseinheiten und Diätquälerei im Ring seine Frau zu stehen. Und trotz allem Gejammer: Ja, es ist es definitiv wert!


Pomelo am Arbeitsplatz

Pomelo ist der Handelsname für verschiedene Sorten der Zitrusfrüchte (Citrus), deren Pampelmusen-Erbanteil größer ist als jener der Grapefruit.

Nährstoffe/100 g: 72 Kalorien, 14 mg Vitamin C, 410 mg Kalium, 599 mg Vitamin A, 1,9 g Ballaststoffe

Zugegeben, es ist mir ja nicht neu, dass ich von meinen Arbeitskollegen des öfteren schräg angeschaut werde, wenn ich mir in unserer firmeneigenen Küche mein Mittagessen zubereite. Ist ja auch kein Wunder, wenn man inmitten einer Schar grünzeugvermeidender Entwickler zu den wenigen Körneressern gehört.

Aber heute haben sie echt den Vogel abgeschossen! Und es war nur ein einziger Entwickler dabei!

Ich stand seelenruhig in der Küche und schälte meine Pomelo…

Kollege 1 gesellte sich dazu mit der Frage „Was ist DAS denn?“ Und dem folgenden Kommentar „Das ist ja unpraktisch….Ihh sieht ja nicht gerade lecker aus…..der Kaffee ist ja schneller fertig als Du…“ Währenddessen gesellte sich auch Kollegin 2 dazu und folgte interessiert dem Geschehen.

Letzendlich taperte noch Kollege 3 in die Küche, stellte sich mit großen Augen neben mich und fragte „Ist das eine Riesenorange?“

Leute! Entweder ich brauche mehr Toleranz für mein Essen oder eine Privatküche auf der Arbeit…