Monatsarchiv: Dezember 2010

Von Schneewehen und Dachlawinen

Der letzte Winter war ja schon nicht ohne, aber der jetzige übertrifft den vergangenen locker. Dabei lernt man so einiges: Wenn Bürgersteige wegen Dachlawinen gesperrt sind, ist das kein Scherz, die Dinger können tatsächlich auch abgehen und Autoscheiben einschlagen, gleich gefolgt von wünsche Dir nicht zu weiße Weihnachten, wenn Du Deine Familie sehen willst.

Wer meinen kleinen Blog bis hier hin verfolgt hat, der weiß, dass ich Schnee sehr sehr befürworte und mich auch über den verfrühten Puderzuckerguss gefreut habe, den Aachen bekommen hat. Da war aber auch noch nicht absehbar, dass sowohl Aseag als auch DB in Winterstarre verfallen, sobald man wirklich auf sie angewiesen ist. So kam es also, dass die wasabierbse das Weihnachtsfest ziemlich unfamiliär zu hause verbrachte. Kein Kaninchen sondern Spinat-Tiefkühlpizza. „Gar nicht so übel“ war der erste Gedanke, da ich das heimische Weihnachtsfest zumindest an Heilig Abend als relativ anstrengend einstufen möchte. Doch der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das sonst so verhasste Familiengezeter und alles, was einen sonst ganz furchtbar auf die Palme bringt waren nicht da und fehlten ganz deutlich spürbar. Es war viel zu still.

Wieder zeigt sich: Man weiß erst, was man hat, wenn man es nicht hat.

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Mein neuer Begleiter

Der Winter ist dieses Jahr viel früher gekommen als erwartet, und er hält sich. Kalt ist es geworden und Schnee und Eis zeichnen hübsche Muster auf die heimischen Fenster.
Wie gut, dass der liebe Gott die Heizung erfunden hat. Aber die hilft leider nicht immer. Wie wir alle wissen, ist Heizen im Schlafzimmer böse. Und wenn gerade kein Herr am Start ist, der sich heroisch und selbstlos opfert, um die weiblichen Eisklötze aka Füße zu wärmen, dann muss Abhilfe her. Ich habe meine Anbhilfe vor zwei Tagen im ortsansässigen Butlers gefunden. Flauschig und etwas hilflos hat er mich aus seiner Tüte heraus angestarrt, der kleine Kerl. Zwischen seinen tentakeligen und ebenso flauschigen Artgenossen steckte er, halb verdeckt und wartete auf seinen Einsatz. Mein kleiner Hot ‚N‘ Tot, Körnerkissen im Teddyformat, jawohl.

Mich hat er überzeugt, sowohl mit seinem inhaltslosen Blick, als auch mit seiner cordartigen Struktur – schön griffig.
Und welchen Typen kann man sonst schon in die Mikrowelle stecken, wenn es ihm an innerer Wärme fehlt??