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Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna? ;)

Jeder von uns kennt das: Manche Handlungen führen wir jeden Tag ganz automatisiert aus. Und genau dabei entwickeln sich Rituale und festgelegte Abläufe. Es fällt uns kaum auf und meistens gibt es auch keinen Grund, darüber nachzudenken. Wir tun es einfach und wir tuen es genau so. Werden wir im „genau so“ gestört, fühlt es sich „nicht richtig“ an.
An mir selbst beobachte ich dieses Verhalten zum Beispiel nach dem Duschen. Wenn ich den Duschvorhang öffne, dann ziehe ich ihn dabei nach recht, zur Wand hin. Ich könnte ihn auch nach links ziehen, zumal ich ihn schlussendlich sowieso wieder aueinander ziehe, damit er besser trocknen kann. Und doch, wenn es dazu kommt, dass dieser Vorhang auf ominöse Weise (und ganz bestimmt nicht durch meine Hand) das linke Ende der Badewanne erreicht, habe ich das dringende Bedürfnis, das Ganze wieder in meine Bahnen zu lenken.

Ich fühle mich viel wohler, wenn der Duschvorhang dort hängt, wo er hingehört (Oder sollte ich sagen: In meinem Universum hingehört? ;)).

Noch bewusster ist mir genau diese Handlungsweise heute morgen in unserer firmeneigenen Küche geworden. Umsichtig wie Frau ist, wollte ich die Spülmaschine ausräumen und den Inhalt (der logischerweise zu 70% aus Kaffetassen besteht) in die Schränke räumen. Nichtsahnend öffnete ich also den Schrank für die Kaffebecher und gleich daneben den Schrank für kleine und große Kaffetassen und Untertassen. Nach einer kurzen Schrecksekunde war ich vollkommen irritiert davon, dass plötzlich in beiden Schränken Becher und Tassen gemischt übereinander gestellt waren und dann auch noch verkehrt herum. Nach einer weiteren Sekunde (diese verstrich mit der Frage: Haben wir einen neuen Mitarbeiter?) begann ich ganz selbstverständlich, sämtliche Tassen und Becher aus den Schränken zu räumen und sie wieder dort einzuräumen, wo sie hingehören.

Ich bin ja schon irgendwo froh, dass die Ordnung der Kaffeebehältnisse in unserer Firmenküche nicht nur in meinem Universum sondern auch im Makrouniversum meiner Kollegen eigentlich feststehend ist.

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